Das Maximilianmuseum ist ein Museum in Augsburg, das sich der angewandten Kunst widmet. 1855 zu Ehren des bayerischen Königs Maximilian II. gegründet, ist es das älteste Museum der Stadt. Das Museum ist in einem Adelshaus aus dem 15. Jahrhundert im historischen Zentrum der Stadt untergebracht. Es bewahrt Goldschmiedearbeiten, Bronzearbeiten der Spätrenaissance, wissenschaftliche Instrumente, Uhren und Automaten, historische Modelle, Objekte der Stadtgeschichte und des Kunsthandwerks. Die Exponate stammen alle aus der Kaiserstadtzeit, als Augsburg die Kunstmetropole Deutschlands war.
Ein Highlight des Museums ist der Viermetzhof, eine vom Ehrenbürger und Mäzen Kurt F. Viermetz (1939-2016) gestiftete Halle mit freistehender Glasüberdachung. Hier sind die original restaurierten Skulpturen der berühmten Brunnen von Augusta ausgestellt. Die um 1600 von den Hofbildhauern Hubert Gerhard und Adriaen de Vries geschaffenen Figuren gehören zu den größten Kostbarkeiten des Museums. Die Figuren stellen Augustus, Merkur und Herkules mit reichen mythologischen Bezügen dar und verherrlichen Augusta als römische Gründung und freie Reichsstadt, die damals schon auf eine über 1.600-jährige Geschichte zurückblicken konnte.