Wertvolles Paar Tassen ohne Markennamen, aber aufgrund der physikalischen Eigenschaften und Dekoration der Produktion von Claudius du Paquier, Gründer im Jahre 1718 der Wiener Porzellanmanufaktur, der zweiten, die in Europa eröffnet wurde. Das raffinierte Blumenmotiv ist von der Art Holzschnittblumen, gekennzeichnet durch große Blumen, abgeleitet von den Drucken botanischer Abhandlungen, die in der allerersten Produktion von europäischem Porzellan weit verbreitet waren. Porzellan ist ein keramisches Produkt auf der Basis von Kaolin, einer besonderen Art von hellem Ton, und fein gemahlenen Mineralien wie Quarz und Feldspat, das beim Kochen bei hohen Temperaturen zu einem Material von großer Schönheit wird, durchscheinend weiß mit einer harten und kompakten Textur. Porzellan wurde im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. in China geboren und erst im 15. Jahrhundert nach Europa importiert. Es wurden zahlreiche Versuche unternommen, es sofort zu reproduzieren, aber erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts entdeckte der Alchemist Johann Friedrich Böttger sein Geheimnis und gründete die erste europäische Manufaktur in Meißen bei Dresden. Das Rezept für die Porzellanherstellung wurde von Meissen eifersüchtig gehütet und Claudius du Paquier nutzte seine Position als Militärberater des österreichischen Kaiserhofs, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und Meissener Handwerker anzuwerben und anzuwerben. So konnte 1718 in der Nähe von Wien die erste Porzellanmanufaktur Österreichs eröffnet werden.