Ausgestellt in:
Piazza Aspromonte 17, Mailand
Jetzt geöffnet von 10:00 bis 15:00
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Hommage an Lateinamerika. Schleier (2026) von Regina José Galindo ist eine Performance mit starken visuellen und symbolischen Auswirkungen, bei der der Körper der Künstlerin allmählich von einem fließenden roten Material verhüllt wird, das an Blut, Fleisch und kollektive Erinnerung erinnert. Auf einer weißen Struktur liegend, lässt sich Galindo langsam bedecken und verwandelt ihren eigenen Körper in eine stille und verwundbare Landschaft. Die Geste des "Verhüllens" wird zu einem politischen und poetischen Akt: Einerseits schützt sie, andererseits löscht sie aus und spielt auf die Prozesse der Unsichtbarmachung und Gewalt an, die die Geschichte Lateinamerikas geprägt haben.
Das dichte und fließende Rot breitet sich über den Körper hinaus aus, färbt den Raum und schafft eine Spannung zwischen Präsenz und Auflösung. Die Performance entwickelt sich in einer Dimension von Stillstand und Dauer, Elemente, die in der Praxis der Künstlerin häufig vorkommen und das Engagement des Betrachters verstärken und ihn zwingen, sich mit einem ebenso ästhetischen wie verstörenden Bild auseinanderzusetzen.
Der Körper wird so zum lebendigen Archiv historischer und persönlicher Traumata, während der Schleier sich als fragile Grenze zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Identität und Annullierung herausbildet. Beauftragt und produziert von der Fondazione Emilio Scanavino und dem Centro Alik Cavaliere, in Zusammenarbeit mit der Prometeogallery Milano, bekräftigt die Performance die Kraft von Galindos Forschung, den Körper als radikalen politischen Raum zu inszenieren. Foto: Eric Davanzo.
Titel: Huldigung an Lateinamerika. Verhüllung
Autor: Regina José Galindo
Datum: 2026
Technik:
Ausgestellt in: Emilio Scanavino Stiftung
In der Ausstellung: Regina José Galindo: Hommage an Lateinamerika - Verhüllung
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