ab 19 Dezember bis 1 Januar 2027
TAFAA – SIGNAL (SPIN AN EMPTY VESSEL, THIS IS FINE) (2025) ist ein neues Neonwerk, das von Chloé Delarue in Auftrag gegeben wurde und für die Fassade des Schweizer Instituts realisiert wurde. Das Werk ist Teil von TAFAA (Toward A Fully Automated Appearance), einem laufenden Forschungsprojekt, das untersucht, wie Automatisierung, digitale Systeme und technologische Infrastrukturen Wahrnehmung, Affektivität und Verkörperung formen.
Die Zeichnung stammt aus einem Renaissance-Emblem-Buch - Sammlungen von Motiven, die für die Reproduktion und Wiederverwendung produziert wurden, entstanden in dem Moment, als der Druck die Zirkulation von Bildern im großen Maßstab ermöglichte. Indem Delarue dieses Symbol reaktiviert, beleuchtet sie eine unerwartete Genealogie der zeitgenössischen Bildproduktion, indem sie Motive des 16. Jahrhunderts mit Memen verbindet: kurze und mobile Formen, deren Kraft nicht so sehr in der Bedeutung liegt, sondern in der Fähigkeit zu zirkulieren, sich zu verwandeln und kontinuierlich neu angeeignet zu werden.
Diese Bedingung resoniert mit der materiellen Realität der Sonne: eine Form, die kontinuierlich und stabil erscheint, aber nie identisch mit sich selbst ist. Sie existiert nur durch einen ununterbrochenen Fluss von Photonen, von denen jeder einzigartig und ohne Dauer ist, was die Illusion der Beständigkeit durch ständige Neuzusammensetzung erzeugt. Delarue nutzt diese Spannung zwischen scheinbarer Kontinuität und zugrunde liegender Instabilität, um über die Regime des zeitgenössischen Bildes nachzudenken, in denen Formen als Wiederholungen ohne Ursprung überleben - generiert, neu kombiniert und transformiert durch Prozesse, die weder aktiv noch vollständig autonom sind.
Wenn beleuchtet, reaktiviert TAFAA – SIGNAL (SPIN AN EMPTY VESSEL, THIS IS FINE) die affektive Ladung eines Archetyps und zeigt gleichzeitig, wie die zeitgenössische visuelle Kultur - beschleunigt, gesättigt und weitgehend ohne Gedächtnis - weiterhin auf alte Muster angewiesen ist. Der Einsatz von Neonlicht verstärkt diese Logik: Das Licht trägt an sich keine Bedeutung, sondern erzeugt Präsenz ohne Erzählung. Scheinbar kontinuierlich erscheinend, ist Neon tatsächlich das Ergebnis einer instabilen Entladung, die sich endlos neu zusammensetzt. Es illustriert nicht; es strahlt aus. In diesem Übergang vom Symbol zum Signal beansprucht die Sonne keine Autorität oder Glaubenssätze mehr. Sie wird zu einer offenen Erscheinungsstruktur - einer leeren Form - durch die die kontinuierliche Zirkulation, Erschöpfung und Wiedergeburt von Formen in der digitalen Gegenwart sichtbar wird.
Via Ludovisi, 48, Rom, Italien
Öffnungszeiten
| öffnet - schließt | letzter Einlass | |
| Montag | Jetzt geschlossen | |
| Dienstag | Jetzt geschlossen | |
| Mittwoch | 14:30 - 18:30 | |
| Donnerstag | 14:30 - 20:00 | |
| Freitag | 14:30 - 18:30 | |
| Samstag | 11:00 - 18:30 | |
| Sonntag | 11:00 - 18:30 |
Führungen Montag 15.00, 16.00 Uhr
Nur mit Reservierung (Italienisch, Deutsch und Englisch)
Preis: 5 € pro Person
Der Besuch des Turms ist nicht gestattet.
ab 17 März bis 12 Juli 2026
Mario Schifano
Ausstellungspalast, Rom
Artsupp Card: Museum + Ausstellungen 10.00 €
ab 13 Mai bis 27 Juni 2026
Die Rückkehr der Meister des 20. Jahrhunderts: Alberto Burri
Sammlung Roberto Casamonti, Florenz