ab 8 März bis 30 September 2026
Die Artsupp-Karte akzeptiert
Frauenberge, Berge der Frauen sind in dreifacher Weise interpretierbar: als Berge heiliger Frauen, also keltische Kultplätze der drei heiligen Frauen (Bethen) Ambeth, Wilbeth und Borbeth, die nach den Reformationskriegen „einchristianisiert“ zu Margareta, Katharina und Barbara wurden; als Berge, die gemäß einer typisch patriarchalischen Aussage von Albert Frederick Mummery für Frauen eine alpine Leistung, aber für Männer nur ein Spaziergang sind; und als Berge, die nach Alpinistinnen benannt sind, die in den Anfängen des Alpinismus Großartiges geleistet haben.
Letztere sind im Vergleich zu Bergen mit Männernamen nur wenige – waren Frauen doch als Alpinistinnen in den 100 Jahren des „Entdeckungs-Alpinismus“ bis 1930 von diesem männlichen „Sport“ ausgeschlossen, weil nicht „damenhaft“ und zur Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter nicht passend. Frauen waren von Alpenvereinen und Climbing Clubs ausgeschlossen, manche Alpinistinnen veröffentlichten ihre Hochleistungstouren in den Alpinzeitschriften in den seltensten Fällen unter eigenen Namen, meist unter den Namen ihrer männlichen Verwandten oder Decknamen. Und trotzdem waren es Frauen, die Erstbesteigungen – viele Winter-Erstbegehungen – unternahmen, die Touren führten sowie Klettersteigen, Routen und Gipfeln ihren Namen gaben. Manche von ihnen kämpften für Frauenrechte – Annie Smith Peck, Elizabeth Main, Fanny Bullock Workman bis herauf zu Arlene Blum, die 1978 die erste reine Frauenexpedition in den Himalaja unter dem Titel „A woman’s place is on top“ organisierte. Diesen hervorragenden Alpinistinnen, die das Frauenbild als ebenbürtige Partnerinnen der Männer im Gebirge formten und dafür mit Bergen überall auf der Welt, die ihren Namen tragen, geehrt wurden, ist diese Ausstellung gewidmet.
Kuratoren: Richard Piock und Martin Kofler
In Zusammenarbeit mit TAP Tirol Archiv Photographie
Kronplatz, 11, Bruneck, Italien
Öffnungszeiten
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Immer
Oliver Kofler null
12.00 € statt 17.00€